Basierend auf zahlreichen Vorarbeiten zum Thema „Tafeln in Deutschland“, die bis ins Jahr 2006 zurückreichen, gründete sich 2009 die Forschungsgruppe „Tafeln“ auf Initiative von Prof. Dr. Katja Maar (Hochschule Esslingen) und Prof. Dr. Stefan Selke (Hochschule Furtwangen). Die Forschungsgruppe ist an beiden Hochschulen Mitglied der jeweiligen Institute für angewandte Forschung (IAF). Die Kooperation basiert auf den sich ergänzenden Kompetenzprofilen der beiden Gründer, die umfangreiche Expertise in der Planung und Durchführung empirischer Forschungsprojekte besitzen.
Ziel der Forschungsgruppe ist die Institutionalisierung gesellschaftlich relevanter Diskurse zu Lebensmitteltafeln und ähnlichen existenzunterstützenden Einrichtungen und damit ein Beitrag zum Verständnis des gesellschaftlichen Wandels. Dazu werden hochschulübergreifend primär anwendungsbezogene Forschungsprojekte durchgeführt.
Die Arbeit der Forschungsgruppe versteht sich dabei sowohl interdisziplinär, transdisziplinär sowie dialogorientiert: Tafeln und ähnliche gesellschaftliche Phänomene sind nur fächerübergreifend und in gemeinsamer Auseinandersetzung mit den zahlreichen Akteuren der Praxis (Verbände, Lobbyisten, Wirtschaft, Gewerkschaften, Erwerbsloseninitiativen etc.) zu verstehen. Das Motto dazu lautet: „Miteinander reden, nicht übereinander“.
Insgesamt nimmt die Forschungsgruppe an der Transformation der Tafeln teil, indem aus den Ergebnissen der empirischen Projekte sowohl theoretische Analysen als auch nachhaltige Praxisempfehlungen abgeleitet werden. Die Forschungsgruppe freut sich über inhaltliche Anregungen und Kooperationen in allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen.